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Das Leben auf der Insel hat sich eingependelt. Wir haben es im Griff mit dem Einkaufen und der Aufbewahrung von Lebensmitteln. Nachdem das Fladenbrot zunächst innert 1,5 Tagen zum Knäckebrot geworden ist, war dann der nächste Versuch das Brot in der Plastiktüte zu lassen - da wars dann nach 1,5 Tagen verschimmelt! Robine hat uns dann den Tipp gegeben die Brote einzufrieren und bei Bedarf über der Gasflamme aufzubacken. Das funktioniert gut. 

Gemüse und Früchte kaufen wir am täglichen Markt. Und da ist natürlich nix mit 200 gr oder so. Das mindeste was möglich ist, sind 500 gr. Das passt aber auch nicht so recht in ägyptische Denkschema, eigentlich füllen sie jedes mal mindestens 1 Kg ab und wenn sie dann kein Kleingeld haben um auf die Note rauszugeben schmeissen sie dir noch nochmals ein bis zwei Handvoll (von irgendwas) in die Tüte. So essen wir mehr oder weniger tagelang dasselbe in allen erdenklichen Varianten und manchmal mit kuriosen Einsprengseln. 

Gestern habe ich mir den Tag genommen um mal absichtslos und ohne bestimmte Ziele durch 2 Stadtteile zu spazieren. Erstens war das Zamalek, die grosse Insel im Zentrum von Kairo und zweitens Ataba das ist die Zone des Übergangs von Downtown, dem modernen Zentrum, zum islamischen Kairo. Ich wollte das ganze Gewusel einfach mal auf mich einwirken lassen.

Zamalek erinnert mich an Istanbul. Es hat viele Bäume, eine quirlige, verkehrsreiche Hautstrasse und ruhige Nebenstrassen. Ausserdem befinden sich da sehr viele Botschaften. Vor jedem 2. Haus sitzen bewaffnete Wachmänner. Ständig sieht man sich einer Knarre gegenüber. Das ist ja schon verständlich aber der kleinen Schweizerin wird's da schon etwas mulmig.

Mit dem Taxi bin ich dann zur Ataba Metro Station gefahren. Eigentlich ist da auf der Karte eine Grünfläche eingezeichnet, im Moment ist da aber eine riesige Baustelle für eine neue Metro Linie. Dahinter wird's dann sehr alt, eng und orientalisch. Es gibt unzählige Verkaufsstände. Die aus allen Gassen auf den Platz rausquellen. Ich denke es ist wie der Uschter Märt mal 1000. Das nächste mal werde ich in Begleitung da hingehen - es gibt zu viele Eindrücke für einen alleine.

 

Man beachte bitte die Kuh in der Bildmitte. Im Vordergrund ist die Metro Baustelle wo 24 Std gearbeitet wird. Das Foto habe aufgenommen von der Dachterrasse der Stadtwohnung, im 8. Stock.

 

Ich habe beschlossen einmal pro Woche eine Besichtigungstour zu machen, sei es ein Museum, ein Stadtteil oder sonst was.

Heute habe ich mich wieder meinen Farbversuchen gewidmet. Intensivstes Pink ergibt sich aus Karkade (getrocknete Hibiskusblüten). Wunderschön!